Jedes BlackBerry Smartphone hat eine eindeutige, einmalige PIN, die aus einer 8-stellingen Zahlen-Buchstaben-Kombination besteht. Kennt man die PIN des Geräts eines andern BlackBerry Users, kann man diesem eine Mitteilung direkt auf das Gerät senden.
Die sogenannten Peer-To-Peer Nachrichten werden unter Umgehung der Enterprise Messaging Umgebung übertragen und werden auch nicht in das Postfach synchronisiert. Das folgende Bild zeigt die Kommunikationswege.

Übertragung von Direktnachrichten
Verwendung
Um eine Direktnachricht zu senden, drückt man in der Nachrichtenliste die Menütaste und wählt den Eintrag “PIN verfassen” aus. In der Nachricht gibt man bei “An” entweder direkt die PIN des Empfängers ein, oder wählt einen Kontakt aus, sofern dessen PIN im Adressbuch gespeichert ist.

Mit Direktnachrichten können keine Dateianhänge versendet werden.
Empfangene Direktnachrichten werden in der Nachrichtenübersicht in roter Schrift dargestellt. Je nachdem, ob die PIN des Absenders im eigenen Adressbuch enthalten ist, wird entweder der Name oder die PIN des Absenders angezeigt. Der Name des Absenders einer Direktnachricht wird unter folgenden Bedingungen angezeigt:
- Absender ist im Adressbuch des Empfängers eingetragen (einschließlich PIN des Geräts des Absenders)
- Absender hat die Eigentümer Informationen ausgefüllt (Optionen, Eigentümer)
Treffen diese Bedingungen nicht zu, wird beim Empfänger die PIN des Geräts des Absenders angezeigt.
Sicherheit
Die Direktnachrichten werden mit Triple DES verschlüsselt, allerdings wird hierzu ein Schlüssel verwendet, der auf jedem Gerät ab Werk vorinstalliert ist. Somit kann eine Direktnachricht von jedem BlackBerry Smartphone entschlüsselt werden.
Theoretisch ergibt sich daraus die Möglichkeit, durch Spoofing einer PIN, Direktnachrichten die für eine andere Person bestimmt sind abzufangen und auch zu lesen. Dies ist aber bis dato noch nicht vorgekommen. Weitaus höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Absender die PIN des gewünschten Empfängers fehlerhaft eingibt und dadurch zufällig die PIN eines anderen aktiven BlackBerry Smartphones erwischt.
In BlackBerry Enterprise Umgebungen kann ein eigener Peer-To-Peer Schlüssel auf dem Server generiert werden, der automatisch an alle Geräte verteilt wird. Dieser Schlüssel wird dann für die Ver- bzw. Entschlüsselung von Peer-To-Peer Nachrichten verwendet.
Als Benutzer eines BlackBerry Smartphones in einer Enterprise Umgebung sollte man allerdings noch die Tatsache berücksichtigen, dass der Administrator die Möglichkeit hat, Direktnachrichten auf dem Server in einer Logdatei zu protokollieren. Dies ist über eine Funktion in den IT-Richtlinien möglich und führt dazu, dass die Geräte den Inhalt von Direktnachrichten zum Server protokollieren.
Fazit
Direktnachrichten sind eine feine Sache für den schnellen Austausch von Informationen, wenn z.B. die Messaging Infrastruktur ausgefallen ist. Die Übertragung ist sehr schnell und, je nach Mobilfunkvertrag, günstiger als SMS. Bei vertraulichen Inhalten sollte man besser auf andere Übermittlungsmethoden setzen.
Quellen und weiterführende Links:




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